Lüftungswärmeverluste
Lüftungswärmeverluste entstehen durch den erforderlichen Luftaustausch während der Heizperiode, wenn die belastete und warme Raumluft durch kalte, unbelastete Außenluft ersetzt wird. Für die Aufrechterhaltung eines hygienischen Raumlimas und zur Vermeidung eines Schimmelpilzrisikos ist dieser Luftaustausch zwingend erforderlich.
Weitere Lüftungswärmeverluste entstehen unkontrolliert durch Luftundichtigkeiten in der Gebäudehülle. Diese Lüftungswärmeverluste sind kaum zu quantifizieren. Von daher besteht die Forderung bereits seit 1952 in der ersten Ausgabe der DIN 4108, dass Gebäude dauerhaft luftdicht sein müssen.Eine weitere Gefahr solcher Luftundichtigkeiten, ist der Ausfall von Tauwasser, wenn warme, feuchte Luft in der Konstruktion auf kalte Luft trifft.
Das Verhältnis der Lüftungswärmeverluste zu den Transmissionswärmeverlusten beträgt bei alten, ungedämmten Gebäuden ca. 75 % Transmissionswärmeverluste und ca. 25 % Lüftungswärmeverluste. Hier haben die Lüftungswärmeverluste wenig Bedeutung. Mit Zunahme des Dämmstandards reduzieren sich die Transmissionswärmeverluste, die Lüftungswärmeverluste aber kaum, oder gar nicht. Damit wächst der Anteil der Lüftungswärmeverluste auf bis zu 40 %.Um diese Lüftungswärmeverluste weiter zu reduzieren bieten sich effiziente Lüftungsanlagen an.












Der Wärmedurchgangskoeffizient gibt an, welcher Wärmestrom zwischen zwei Räumen (hier innen und außen), die durch ein Bauteil voneinander getrennt sind, durch eine Fläche von 1 m² bei 1 K Temperaturdifferenz übertragen wird. Formelzeichen: U, Einheit: W/(m²K)
Maßgeblich für den Heizwärmebedarf eines Gebäudes ist die Gebäudehülle. Bei einem schlechten Dämmstandard und Undichtigkeiten geht so sehr viel Energie verloren. Den Zusammenhang zeigt folgendes Schaubild. (Quelle: Hauser)



